Seit etlichen Jahren ist die Museumslandschaft einem tiefgreifenden 
Wandel unterworfen: Das Heranwachsen einer neuen Generation von 
Museumsbesuchern, demographische und soziale Veränderungen, kulturelle 
und technische Entwicklungen wirken sich auch auf Zielsetzung, Modus, 
Struktur, Themen und Gegenstände musealer Präsentation und Vermittlung 
aus.
Entsprechend dem Auftrag der Museen, ein Ort des Bewahrens, Sammelns, 
Erforschens, Bekanntmachens und Ausstellens materieller und 
immaterieller Zeugnisse von Menschen und ihrer Umwelt zu sein, haben 
sich die Museen in den vergangenen Jahren nach einer Phase 
spektakulärer Museumsneubauten wieder verstärkt ihren Beständen und 
deren Erforschung und Vermittlung zugewandt. Neue Fragen an die Objekte 
entstehen aufgrund aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen. 
Andere Objekte und gerade auch deren immaterielle Seite beziehungsweise 
nicht materielle Phänomene treten ins Blickfeld der Museen und ihrer 
Expositionen.
Das Museum reagiert so einerseits auf die gewandelten 
Wahrnehmungsweisen und Interessen des Publikums, andererseits auf den 
gesellschaftlich-politischen Wandlungsprozess und Bildungs- und 
Erlebnisauftrag. Es ist konzeptionell, wissenschaftlich, baulich, 
technisch, personell und hinsichtlich seines Selbstverständnisses einem 
äußeren und inneren Veränderungsdruck ausgesetzt, dessen Ergebnis und 
Ende noch nicht absehbar sind. Unsere Tagung soll das Forum bieten, 
sich der genannten Probleme sowohl methodisch als auch theoretisch zu 
vergewissern, sie in eine interessierte Öffentlichkeit hineinzutragen 
und sie allgemein und an ausgewählten Fallbeispielen zu diskutieren.

Das Programm
Universität Paderborn, Hörsaal  O 1 (Gebäude O, Pohlweg), 07.11.2015
Registration deadline: Nov 2, 2015
Samstag, den 7. Nov. 2015, 9.00 Uhr – 17.00 Uhr 9.00 – 11.00 Uhr Prof. Dr. Eva Maria Seng (Universität Paderborn) Theorie und Methode des musealen Ausstellungswesens Drs. Pieter-Mattijs Gijsbers (Directeur Comenius Leergangen, Rijksuniversiteit Groningen, NL) Die Modi des Ausstellens und das Problem der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen 11.20 – 12.50 Uhr Prof. Dr. Gilbert Lupfer (Staatliche Kunstsammlungen Dresden) Die Visualisierung von Provenienzforschung - Überlegungen zu einer scheinbar selbstverständlichen, tatsächlich aber höchst komplizierten Aufgabe Marc-Olivier Gonseth (Directeur Musée d‘Ethnographie Neuchâtel) Die Ausstellbarkeit von immateriellen Phänomenen 13.35 – 15.05 Uhr Prof. Dr. Jan Carstensen (LWL-Freilichtmuseum Detmold) Probleme und Bedingungen eines Freilichtmuseums (Beispiel Detmold) Thomas Brune (Museum der Alltagskultur – Schloss Waldenbuch des Landesmuseums Württemberg, Stuttgart) Konzeptionelle Spielarten von Präsentation – die Schlösser in Stuttgart und Waldenbuch 15.25 – 17.30 Uhr Prof. Dr. Ulrich Borsdorf (Ruhr Museum Essen) Konzept des Ruhrmuseums als Regionalmuseum neuen Typs Dr. Andreas Neuwöhner (Kulturamt Stadt Paderborn) Die Neuordnung der Paderborner Museumslandschaft Abschlußdiskussion Alle Interessenten sind herzlich willkommen. Veranstalter Prof. Dr. Frank Göttmann Prof. Dr. Eva-Maria Seng Anmeldungen per Telefon: 05251-605464 (Frau Scheffner) Fax: 05251-605461 E-Mail regiotag-hist-inst@kw.upb.de Mersinweg 3 (Gebäude W) 33098 Paderborn Information go.upb.de/goettmann kulturerbe-forschung.de

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