CONF: Mediatization of the City (Jena, 8-9 October 15)

Die Mediatisierung der Stadt
„The most profound technologies are those that disappear. They weave
themselves into the fabric of everyday life until they are
indistinguishable from it.“ (Mark Weiser)
Vor allem in den letzten Jahren hat sich der Stadtraum durch
Privatisierung, Gentrifizierungsmaßnahmen, Globalisierung und
Digitalisierung immer weiter ausdifferenziert und massiv verändert.
Dabei sind nicht nur die Repräsentations- und Wahrnehmungsgeflechte
einer Stadt komplexer und vor allem undurchschaubarer geworden, sondern
auch der demografische und ökologische Wandel sowie Überwachung und die
zunehmende Verwendung von Sensortechnologien transformieren das Leben
und Handeln in der Stadt des 21. Jahrhunderts.
Insbesondere KünstlerInnen reagieren auf diese Veränderungen und setzen
sich in vielfältigen Arbeiten mit den Transformationen des sozialen,
architektonischen, ökonomischen und ökologischen Gefüges der Stadt
auseinander und machen gleichzeitig auf diese aufmerksam. Die
KünstlerInnen nutzen nicht nur innovative Informationstechnologien,
sondern auch vorhandene Infrastrukturen oder technische Apparaturen wie
Urban Screens, Videoüberwachungskameras, Lichtsensoren oder
Straßenbeleuchtung. Sie erforschen dabei sowohl die Bedingungen des
medialen Wandels als auch die daraus erwachsenen neuen
gesellschaftlichen Paradigma einer Stadt im digitalen Zeitalter.
Das Symposium möchte einerseits die Fragen der Mediatisierung der Stadt
im Kontext der Stadtplanung und -entwicklung wissenschaftlich
diskursivieren, andererseits sollen subversive Strategien der Kunst im
öffentlichen Raum vorgestellt und untersucht werden. Inwiefern nehmen
künstlerische Arbeiten eine kritische Perspektive auf die
Mediatisierung der Städte ein und wie können die BürgerInnen
sensibilisiert werden? Welche Auswirkungen zeitigen die neuen
technischen Apparaturen, medialen Systeme und Operationen in der Stadt
des 21. Jahrhunderts und wie können diese Veränderungen sichtbar
gemacht werden? Welche subversiven Potenziale besitzen künstlerische
Projekte im öffentlichen Raum?
Tagungsprogramm
Donnerstag, der 8.10.2015
18:00 Uhr KEYNOTE - Prof. Dr. Frank Eckardt (Bauhaus-Universität Weimar)
Die Mediatisierung der Städte oder Die ortlose Stadt
19.30 Uhr     Eröffnung des Licht- und Wissenschaftsfestivals CITY
VISIONS JENA
Freitag, der 9.10.2015
10.00 Uhr Begrüßung durch die VeranstalterInnen
            Stefan Carl, IN’s Netz e.V./Trafo-Station
            Susa Pop, Art Director CITY VISIONS JENA
            Dr. Claudia Tittel, Bauhaus-Universität Weimar
Panel I: Massenmedien und Stadt
10.30 Uhr - 12.30 Uhr
Dr. Claudia Tittel (Bauhaus-Universität Weimar)
Urban Screens und die Virtualisierung der Städte
Prof. Günther Selichar (Kunstuniversität Linz)
Massenmedien und Kunst im öffentlichen Raum
12.30-13.30 Uhr    Mittagspause/Lunch
Panel II: Ästhetische Strategien der Subversion
13.30 Uhr - 15.30 Uhr
Dr. Dietmar Kammerer (Philipps-Universität Marburg)
Bilder der Überwachung. Von der Disziplinar- zur Kontrollgesellschaft
Dr. Elisabeth Fritz (Friedrich-Schiller-Universität Jena)
Nothing Special. Andy Warhol und die performative Observation
15.30 Uhr Artist Talk:
Robert Seidel (Medienkünstler, Berlin)
Panel III: Potenziale der Mediatisierung und Perspektiven für die
Stadtentwicklung
16.30-17.30 Uhr
Denis Peisker (Dezernent für Stadtentwicklung & Umwelt, Jena)
Smart City - Die Zukunft der Lichtstadt Jena?
17.30 Uhr     Resumée
Die Konferenz ist öffentlich. Keine Gebühren und Registrierung
erforderlich.
The conference is open to the public. No fees and no registration
required.
Kontakt:
Dr. Claudia Tittel
Geschichte und Theorie der Kulturtechniken
Fakultät Medien
Bauhausstr. 11
99423 Weimar
claudia.tittel@uni-weimar.de
Tel.: 03643-58 38 61
Mobil: 0163-7608509
Ein Kooperationsprojekt zwischen der Bauhaus-Universität Weimar,
Fakultät Medien, Professur Geschichte und Theorie der Kulturtechniken,
PublicArtLab Berlin und IN’s Netz e.V..

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