Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre
Symposium am Freitag 26. Juni 2015

10.00-17.00 Uhr in der Berlinischen Galerie

Herausragende Architekturen, die in ihren Detail- und Großstrukturen die Ankunft in einer hochtechnisierten Zivilisation veranschaulichen: Dafür steht das geteilte Berlin in den 1960er-Jahren. Im Rahmen der Ausstellung “Radikal Modern. Planen und Bauen im Berlin der 1960er-Jahre” (29.05.–26.10.2015) veranstalten die Berlinische Galerie, die Technische Universität Berlin, Fachgebiet Kunstgeschichte, und das Leibnitz-Institut für Regionalentwicklung und Strukturplanung (IRS) eine wissenschaftliche Tagung, die grundlegende Fragen nach dem Zugang zum Berliner Bau-Erbe dieser Zeit stellt.

Wie funktionierte der technologische, soziale und ästhetische Ideentransfer über (inter-)nationale Grenzen hinweg? Wie formten sich Leitbilder einer offenen, durch industrielle Fertigung bestimmten Bauweise systemspezifisch aus? Wie wurde das visionäre Planungs- und Baugeschehen in der städtischen Öffentlichkeit und der internationalen Fachwelt wahrgenommen? Mit Experten aus Forschung, Architektur, Denkmalpflege wird diskutiert, welcher Wert den bis heute erhaltenen Zeugnissen dieser Ära beizumessen ist und welche Strategien im Umgang mit dem baukulturellen Erbe weiterführen.

Die Tagung wird gefördert durch die Wüstenrot Stiftung.
Die Ausstellung wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Die Tagungssprache ist Deutsch.

Teilnahme kostenfrei, keine Anmeldung notwendig. Da das Platzkontingent begrenzt ist, empfehlen wir rechtzeitiges Erscheinen.

Veranstaltungsort:
Berlinische Galerie, Alte Jakobstraße 124-128, 10969 Berlin

Programm

10:00 Begrüßung
Thomas Köhler, Berlinische Galerie
Kerstin Wittmann-Englert, Technische Universität Berlin
Christoph Bernhardt, Leibniz-Institut für Regionalentwick-lung und Strukturplanung (IRS) Erkner

Sektion I
Berlin im Schnittpunkt internationaler Verflechtungen

10:30 Blick von außen nach innen
Wolfgang Pehnt, Köln

Blicke nach Westen. Auf der Suche nach technologischen und gestalterischen Leitbildern für die Entwicklung einer modernen Baukultur in der DDR nach 1955
Thomas Topfstedt, Leipzig

11:30 Kaffeepause

12:00 Die Industrialisierung der “Kiste” – Theorienstreit der Avantgarde
Thilo Hilpert, Heidelberg

Berolina – Moskau – International. Bautyplogische Bezüge zwischen Ost und West
Andreas Butter, Erkner

13:00 Mittagspause

Sektion II
Die Architektur der 1960er Jahre in der öffentlichen Debatte

14:00 Architekturkritik und kritische Öffentlichkeit im geteilten Berlin
Stephanie Warnke-De Nobili, Tübingen

Radikal berlinisch? Die Diskussionen über den Umgang mit der Architektur der 60er-Jahre bis zur Jahrtausendwende
Monika Motylinska, Berlin

15:00 Kaffeepause

Sektion III
Die Berliner Architektur der 1960er Jahre heute

15:30 Nachkriegsmoderne und Denkmalschutz: Über den Umgang mit der Substanz
Kerstin Wittmann-Englert, Technische Universität Berlin

Der unsichtbare Architekt: Grundinstandsetzung Neue Nationalgalerie
Martin Reichert, Berlin

16:30 Diskussion und Schlusswort

17:00 Ende der Tagung

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