Licht – Material und Idee im Kirchenbau der Moderne

Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche, Berlin, 16 October 2015
Registration deadline: Oct 8, 2015

Moderne Kirchenbauten müssen ihre herausgehobene Wirkung ohne überbordenden Dekor, ohne ein Gros an Bild- oder Figurenwerken und sonstigem Bauschmuck entfalten. Ihre Sakralität erreichen sie durch rein architektonische Mittel – und damit immer kombiniert mit herausgehobenen Konzepten der Lichtführung und Lichtregie.

Beim Studientag „Licht – Material und Idee im Kirchenbau der Moderne“ werden diese Phänomene anhand von Kirchenbauten im 20. Jahrhundert aus unterschiedlichen Perspektiven in den Blick genommen und analysiert. Der Veranstaltungsort, die Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Berlin, ist ein herausragendes Beispiel für die These, wonach in zahlreichen Kirchenneubauten der Nachkriegszeit der Einsatz von (natürlichem) Licht eine herausgehobene Bedeutung hat. Die Verwendung des Lichts nimmt kirchenbauhistorische Entwicklungen auf und führt sie weiter, deutet sie aber auch bewusst neu.

In rund 30minütigen Impulsreferaten soll das Phänomen von Licht im Kirchenbau der Moderne aus den Perspektiven der Kunst- und Architekturgeschichte, der Religionswissenschaft und der praktischen architektonischen Arbeit beleuchtet werden.

Am Samstag, 17. Oktober, bieten die Veranstalter gemeinsam mit der Gemeinde der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche zusätzlich eine geführte, fünfstündige Busexkursion zu weiteren Kirchen der Nachkriegsmoderne in Berlin an. Treffpunkt ist um 9.30 Uhr vor Gedächtniskirche. Die Teilnahme an der Exkursion kostet 10 Euro.

Um gesonderte Anmeldung zu beiden Veranstaltungen wird bis 8. Oktober gebeten unter kirchbau@staff.uni-marburg.de.

Organisiert und konzipiert wird die Veranstaltung vom  EKD-Institut für Kirchenbau und kirchliche Kunst der Gegenwart, Marburg, und Ralf Liptau (Universität der Künste Berlin).

Programm

9.30 bis 12.30 Uhr

Thomas Erne (Marburg): Einführung: Kirche als Geburtsort des Lichtes

Ralf Liptau (Berlin): Weg vom Fenster. Kirchenlicht als architektonische Frage in den 1960er-Jahren

Johannes Hünig (Hamburg/London): Ein Blick ins Paradies. Transparenz im Kirchenbau der Moderne

Albert Gerhards (Bonn): Versus lucem? Lichtführung und liturgischeTheologie in katholischen Kirchenbauten des 20. Jahrhunderts

13.30 – 14.15 Uhr: Führung durch die Gedächtniskirche

Pfr. Martin Germer: Das Blau fiel nicht vom Himmel. Archiveinblicke zur Planung der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

14.30-18.30 Uhr

Hans-Theo Baumann (Schopfheim) und Chris Gerbing (Karlsruhe): Raumerfahrung durch Licht: Das Zusammenspiel von Glaskunst und Sakralraum

Eva-Maria Kreuz (Stuttgart): Licht in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche. Leuchten von Egon Eiermann – Zustand heute und aktuelle Lichtplanung

Hannelore Deubzer (München): Über Lumen und Lux. Praktische Lichtplanung heute

Christian Freigang (Berlin): Licht der Klassik – Licht der Gotik? Grundsätzliches zum modernen Kirchenbau in Frankreich und Deutschland

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