„Eine Stadt müssen wir erbauen, eine ganze Stadt!“ –  Die Künstlerkolonie Darmstadt auf der Mathildenhöhe

Darmstadt, 17. – 19.4.2016

Eine Veranstaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt, des Deutschen
Nationalkomitees von ICOMOS und des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen

Die Mathildenhöhe in Darmstadt – ein herausragendes Ensemble des frühen 20. Jahrhunderts – vereint in ihren Bauten, den Gartenanlagen und Kunstwerken ein neues künstlerisches Programm verschiedener Reformansätze. Es entstand experimentelle Architektur, neue Raumkunst und zukunftsweisendes Design. Geschaffen mit dem Ziel, Kunst und Leben zusammen zu führen, manifestiert sich im Wirken der Künstlerkolonie mit
den Mitteln der Kunst der architektonisch-künstlerische Aufbruch in die Moderne.

Die Wissenschaftsstadt Darmstadt, ICOMOS Deutschland und das Landesamt für Denkmalpflege Hessen veranstalten gemeinsam diese Fachtagung, deren Ziel es ist, die einzigartigen Eigenschaften der „Künstlerkolonie
Mathildenhöhe“ und ihre außergewöhnliche kulturhistorische Bedeutung herauszuarbeiten und beides in einem internationalen Vergleich zu diskutieren. Die Vorträge widmen sich der räumlichen, geistigen und
gattungsspezifischen Vielfalt des Aufbruchs in die Moderne sowie den Impulsen, die um 1900 auf Darmstadt einwirkten, die von Darmstadt ausgingen und von hier weit in das 20. Jahrhundert hinein ausstrahlten.

Die Tagung begleitet die Welterbenominierung der „Künstlerkolonie Mathildenhöhe“. Ihr Ziel ist es, international weitere Beispiele in den Blick zu nehmen, in denen sich der Willen zeigt, die Moderne umfassend
künstlerisch zu gestalten. Damit wird der Ort und der Rang der „Künstlerkolonie Mathildenhöhe“ im internationalen Vergleich genauer bestimmt und ihr außergewöhnlicher universeller Wert schärfer
herausgearbeitet.

Sonntag, 17. April 2016
13.00 Uhr Öffnung des Tagungsbüros | Anmeldung

14.00 Uhr     Begrüßung – Jochen Partsch, Oberbürgermeister der Wissenschaftsstadt Darmstadt • Prof. Dr. Jörg Haspel, Präsident des Deutschen Nationalkomitees von ICOMOS

14.20 Uhr     Welterbe – Königsdisziplin der Denkmalpflege? – Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes für Denkmalpflege Hessen

14.35 Uhr     Einführung
„Mein Hessenland blühe und in ihm die Kunst!“ Die Entstehung und Entwicklung der Künstlerkolonie Darmstadt 1899-1914 – Dr. Philipp Gutbrod, Leiter des Instituts Mathildenhöhe Darmstadt

Vorzeichnungen und Entwicklungen der Moderne
Moderation: Dr. Philipp Gutbrod, Institut Mathildenhöhe Darmstadt

15.00 Uhr Ideen der Gemeinschaft um 1900 und ihre Umsetzung in räumlicher Form – Apl. Prof. Dr. Michaela Braesel, Ludwig-Maximilians-Universität München

15.30 Uhr Vorzeichnungen der Moderne. Joseph Maria Olbrichs Wiener Jahre – Dr. Andreas Nierhaus, Wien Museum

16.00 Uhr Kaffeepause

16.15 Uhr Darmstadt in Context: Architecture and Design Reform c 1900 – Prof. Dr. Kathleen James-Chakraborty, University College Dublin

16.45 Uhr „Most charming examples“. Beiträge der Darmstädter Künstlerkolonie auf internationalen Ausstellungen um 1900 – PD Dr. Paul Sigel, Technische Universität Dresden

17.15 Uhr     Diskussionsforum

19.30 Uhr     Weltkulturerbe – Wert und Wandel

Öffentliche Abendveranstaltung mit Empfang
Impulsvortrag Prof. Dr. Werner Durth, Technische Hochschule Darmstadt
Podiumsgespräch mit Oberbürgermeister Jochen Partsch • Stadtbaurätin
Cornelia Zuschke • Dr. Markus Harzenetter, Präsident des Landesamtes
für Denkmalpflege Hessen • Prof. Dr. Werner Durth, Technische
Hochschule Darmstadt
Moderation: Prof. Dr. Jörg Haspel, Präsident des Deutschen
Nationalkomitees von ICOMOS (angefragt)

Ort: Justus-Liebig-Haus • Große Bachgasse 2 • 64283 Darmstadt

Montag, 18. April 2016
08.30 Uhr Öffnung des Tagungsbüros | Anmeldung

Künstlerkolonien und vergleichbare Stätten – Entwicklungen in Europa
Moderation: Dr. Bernd Euler-Rolle, Bundesdenkmalamt Wien

09.00 Uhr    Joseph Maria Olbrichs nie gebaute Künstlerkolonie in Wien – Josef Hoffmanns Künstlerkolonie auf der Hohen Warte – Mag. Gerd Pichler, Bundesdenkmalamt Wien

09.30 Uhr The Gödöll? Artists’ Colony, Hungary: aims, organization and artistic style compared to the Darmstadt Artists’ Colony – David A. Hill, Budapest

10.00 Uhr Die Künstlerkolonien im östlichen Europa zwischen Idylle und Kommerz – Dr. Marina Dmitrieva, Universität Leipzig

10.30 Uhr Diskussionsforum

11.00 Uhr     Kaffeepause

Künstlerkolonien und vergleichbare Stätten – Entwicklungen in Deutschland
Moderation: Dr. Markus Harzenetter, Landesamt für Denkmalpflege Hessen

11.15 Uhr Margarethenhöhe und Mathildenhöhe: Beiträge und Wechselwirkungen zur Reform des Kleinwohnhauses und des städtischen Wohnens – Dr. Stephan Strauß, Krefeld

11.45 Uhr    Auf dem Weg zu einer „handgreiflichen Utopie“ – Karl Ernst Osthaus und der „Hagener Impuls“ – Dr. Birgit Schulte, Osthaus Museum Hagen

12.15 Uhr Hellerau im Spannungsfeld sozialer und künstlerischer Reformansprüche des frühen 20. Jahrhunderts – Dr. Nils M. Schinker, Technische Universität Dresden

12.45 Uhr Diskussionsforum

13.15 Uhr     Mittagspause

Welterbepotentiale und -prozesse
Moderation: Prof. Dr. Jörg Haspel, ICOMOS Deutschland

14.30 Uhr    Das Welterbepotential europäischer Reformstätten des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts – V-Prof. Dr. Britta Rudolff, Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg •
Dipl.-Ing. M.A. Eva Battis, IHM-Institut für Heritage Management, Cottbus

15.00 Uhr Constructing the Outstanding Universal Value of Cities: the States Parties and ICOMOS, 1978-2010 – Dr. Tanja Vahtikari, University of Tampere

15.30 Uhr Diskussionsforum

15.45 Uhr Kaffeepause

Reformansätze in Architektur und Design um 1900
Moderation: Prof. Dr. Gerd Weiß, Wiesbaden

16.00 Uhr     Bauen für den Übermenschen? – Peter Behrens, Henry van de Velde und der Nietzsche-Kult – Dr. Ole W. Fischer, Assistant Professor University of Utah

16.30 Uhr Die Gebaute Architekturdebatte – Prof. Dr. Regina Stephan, Hochschule Mainz

17.00 Uhr Die Arbeit der Darmstädter Künstlerkolonie im Kontext der wilhelminischen staatlichen Kunstgewerbereform – Prof. Dr. John V. Maciuika, Baruch College New York

17.30 Uhr Diskussionsforum

Dienstag, 19. April 2016
08.30 Uhr Öffnung des Tagungsbüros | Anmeldung

Internationale Entwicklungen und Kontexte
Moderation: Prof. Dr. Werner Oechslin, Einsiedeln

09.00 Uhr     Modernismus in Barcelona: Antoni Gaudí – ein Gestaltungswille durchdringt den Raum – Dr. Marina Linares, Köln

09.30 Uhr     Josef Hoffmanns Palais Stoclet (1905-1911). Eine europäische Utopie – Dr. Anette Freytag, Bern

10.00 Uhr     Victor Horta à Bruxelles – Françoise Aubry, Musée Horta
Brüssel

10.30 Uhr Diskussionsforum

11.00 Uhr Kaffeepause

Rezeption und Nachwirkungen
Moderation: Prof. Dr. Werner Durth, Technische Hochschule Darmstadt

11.15 Uhr Die Darmstädter Künstlerkolonie und ihre Rezeption in Russland am Anfang des 20. Jahrhunderts – Dr. Alena Grigorash, Staatliche Pädagogische Universität Moskau

11.45 Uhr Experiment, Utopie, Wirklichkeit – Die Mathildenhöhe und das „neue bauen“ in der Weimarer Republik  – Dr. Olaf Gisbertz, Technische Universität Braunschweig

12.15 Uhr     „Stil der Jugend – Jugend des Stils“. Zur Weiterführung des Reformprogramms der Künstlerkolonie in der Wiederaufbauzeit nach 1945 – Dr. Sandra Wagner-Conzelmann, Technische Hochschule Darmstadt

12.45 Uhr Diskussionsforum

13.15 Uhr     Mittagspause

14.00 Uhr Führung über die Künstlerkolonie Mathildenhöhe
Treffpunkt: Haupteingang darmstadtium
16.15 Uhr voraussichtliches Ende der Führung

Die Vorträge finden in der jeweils angegebenen Sprache statt.

Veranstalter
Wissenschaftsstadt Darmstadt • Deutsches Nationalkomitee von ICOMOS •
Landesamt für Denkmalpflege Hessen

Veranstaltungsorte
Fachtagung
darmstadtium
Saal: europium 3.02 / 03 / 04
Schlossgraben 1
64283 Darmstadt

Öffentliche Abendveranstaltung mit Empfang (17. April 2016 • 19.30 Uhr)
Justus-Liebig-Haus
Große Bachgasse 2
64283 Darmstadt

Anmeldung
Die Teilnahmegebühr (inkl. Mittagessen) beträgt unabhängig vom Umfang der Teilnahme 60,- Euro.
Informationen zur Anmeldung, Hotelreservierung und Anfahrt finden Sie
unter: www.kuenstlerkolonie-mathildenhoehe.de

Um verbindliche Anmeldung wird bis zum 15. März 2016 gebeten. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

c/o Wissenschaftsstadt Darmstadt
Projektleitung Entwicklung Mathildenhöhe
Frankfurter Straße 71
64293 Darmstadt
E-Mail: projekt.welterbe@darmstadt.de
Telefon: +49 (0) 61 51 / 13 37 88

Mit freundlicher Unterstützung von Merck

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