Bamberg, 07. – 09 Mai 2015

Produkt Altstadt – The Making of the Old Town

Eine Bestandsaufnahme

Universität Bamberg, Lehrstuhl für Denkmalpflege/Heritage Sciences
(IADK)

Die europäische Stadt ist wieder ein Erfolgsmodell. Weltweit entstehen
Stadtviertel mit „altstädtischem“ Charakter – die Unterscheidbarkeit
zwischen historischen Stadtzentren und deren Repliken und Surrogaten
scheint unerheblich zu werden. Aus welchen Quellen speist sich diese
Bewegung, welche Traditionen im Städtebau stehen hier Pate? Nach einer
neuen Verortung verlangt insbesondere auch die Stellung der
Denkmalpflege, die von der Heimat-schutzbewegung über den
„Wieder-aufbau“ bis zur Postmoderne und aktuellen
Rekonstruktionsprojekten auf höchst ambivalente Weise an der
Heraus-bildung der „neuen“ und „gemachten“ Altstädte beteiligt war und
ist. Die Tagung zielt darauf, das heterogene Phänomen der „gemachten“
Altstädte genauer zu erfassen und mit in- und ausländischen Experten im
historischen Zusammenhang zu diskutieren.

Kontakt:
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
Institut für Archäologie, Denkmalkunde und Kunstgeschichte (IADK)

Am Kranen 12
96047 Bamberg
monika.vogler@uni-bamberg.de

Veranstaltungsort:
Otto-Friedrich-Universität Bamberg
An der Universität 7, Raum U7/01.05
96047 Bamberg

Konzeption und Organisation:
Carmen Enss, Gerhard Vinken

Tagungsprogramm:

Donnerstag, 7. Mai

13.30    Prof. Dr. Dr. habil. Godehard Ruppert, Präsident der
Universität Bamberg:
Begrüßung (angefragt)

14.00    Gerhard Vinken, Universität Bamberg:
Produkt Altstadt – oder: Stadtplanung zwischen Modernisierung und
Identitätspolitik. Einführung in eine wechselhafte Geschichte

14.45    Nikolaus Bernau, Berlin:
Moral und Städtebau

Kaffeepause

16.00    Beate Löffler, Universität Duisburg-Essen:
Japan. Denkmalbestand, Stadtbau und das Methodenproblem

16.45    Uwe Altrock, Universität Kassel:
Altstadterneuerung im Spannungsfeld zwischen Bewahrung, Revitalisierung
und Rekonstruktionismus

20.00    Abendvortrag
Robert Kaltenbrunner, Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung, Bonn:
Placemaking – oder: Die Innenstadt zwischen Anlageobjekt und Baukultur

Freitag, 8. Mai

9.00    Klaus Tragbar, Leopold-Franzens-Universität Innsbruck:
Die Entdeckung des Ambiente. Gustavo Giovannoni und die moderne
städtebauliche Theorie in Italien

10.00    Carmen Maria Enss, Universität Bamberg:
„Altstadt und neue Zeit“. Theodor Fischers Kunstgriffe zur Entwicklung
süddeutscher Städte

11.15    Melchior Fischli, Universität Bern:
Die Restaurierung der Stadt. Stadtmorphologische Denkfiguren um 1900

12.00    Christiane Weber und Hélène Antoni,
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck / Karlsruhe Institute of
Technology:
La Grande Percée/Der Große Durchbruch in Straßburg – Altstadtsanierung
zwischen
deutschen und französischen Konzepten

14.00    Magorzata Popiolek, Technische Universität Berlin/Uniwersytet
Wroclawski, Polen:
Sanierung der Altstädte in Deutschland und in Polen 1900-1950.
Kontakte, Austausch, Verflechtungen

14.45    Jakob Hofmann, Universität Bamberg:
Kontinuitäten. Heimatschutzarchitektur im Wiederaufbau in Soest
(1941–1959)

15.30     Paul Zalewski, Europa-Universität Viadrina Frankfurt/O.:
Eine Altstadt wird kerngesund. Hannovers Altstadtsanierung 1934–39

16.45    Andreas Putz, ETH Zürich:
„Alte Stadt“ und „Stadt der Techniker“ – Der Zürcher Baubestand und
seine planerische Erfassung

17.30    Hans-Rudolf Meier, Bauhaus-Universität Weimar:
Vor der Postmoderne. Berliner Debatten um Stadtreparatur,
Stadtbildpflege und die historische Stadt

Samstag, 9. Mai

9.00    Sigrid Brandt, Universität Salzburg:
Asymmetrie, Rhythmus, Bewegung – Aspekte der historischen Stadt im
Schaffen Wolfgang Raudas

10.00    Gruia Badescu, University of Cambridge:
Reimagining the Stari Grad – Urban Reconstruction, Socialist Utopia and
Nation-Building in Belgrade and Sarajevo (1945–2000)

11.15    You Jin Jang, Bauhaus-Universität Weimar:
Produkt Bukchon – ein Bericht aus Seoul

12.00    Franziska Haas, TU Dortmund:
Vom Produkt zum Dokument: Haptische und virtuelle Stadtmodelle im 20.
Jahrhundert

12.45    Achim Schröer, Bauhaus-Universität Weimar:
„Altstadtfreunde“. Bürgerschaftliches Engagement für Denkmalpflege,
Heimatschutz und „historische“ Rekonstruktion.

13.15   Schlussdiskussion

Die Vorträge sind öffentlich. Eine Tagungsgebühr wird nicht erhoben,
Anmeldung ist nicht erforderlich.

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